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Technische Hinweise

Wartung von pH + Redox-Sensoren

https://www.imp-deutschland.de/iag/ph/ph_tech.htm ¦ Letzte Änderung: 06.11.2020

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PH- und Redox-Sensoren müssen feucht gelagert werden. Dazu etwas 3-molare KCI-Lösung in die Schutzkappe gießen und auf den Sensor aufschieben.

Achtung!
Sensor nicht in destilliertem Wasser lagern, da dieses zu vorzeitigem Altern und Defekten am Bezugssystem führen kann.

Alle Elektroden werden stückgeprüft und einzeln verpackt geliefert. Die Lagerung soll in trockenen Räumen bei 10-30°C erfolgen.

Bei Temperaturen unter -5°C können die Elektroden durch Gefrieren des Innenpuffers und Innenelektrolyts platzen. Bei Weiterversand auf frostsichere Verpackung achten!

Elektroden sind nur begrenzt lagerfähig. Es empfiehlt sich daher, die Lagerdauer von ca. 3 Monaten nicht zu überschreiten.

Durch Sichtprüfung sind die Sonden auf eingeschlossene Luftblasen zu untersuchen. Falls Luftblasen vorhanden sind, können diese durch nach unten gerichtete Schüttelbewegungen (wie beim Fieberthermometer) entfernt werden.

Zum Kalibrieren und Messen muß die Kappe abgenommen werden. Trocken gelagerte pH-Sensoren sollten vor Gebrauch 24 Std. gewässert werden, da sonst der Nullpunkt driftet.

Jeder neu in Betrieb genommene pH-Sensor muß kalibriert werden; es ist eine 2-Punkt Kalibrierung zu empfehlen und es sollten Standardpufferlösungen pH7 und pH4 oder pH9 verwendet werden:

  1. pH-Sensor in Pufferlösung pH7 eintauchen. (Bei automatischer Temperaturkompensation muß auch der Temperaturfühler in die Pufferlösung eingetaucht werden.)
  2. Mit Einstellknopf "Nullpunkt" die Anzeige am Instrument auf den Wert der Pufferlösung einstellen.
  3. Sensor mit destilliertem Wasser abspülen
  4. Sensor in die zweite Pufferlösung, z.B. pH4, eintauchen.
  5. Mit Einstellknopf "Steilheit" (mV / pH) die Anzeige am Instrument auf den Wert der zweiten Pufferlösung einstellen.

Die pH-Meßeinrichtung ist somit kalibriert. Die Häufigkeit einer Kalibrierung bzw. Reinigung des Sensors ist von den Einsatzbedingungen (Verschmutzung, chemische Belastung) abhängig.

Redox-Sensoren werden nicht kalibriert. Es sollte lediglich turnusmäßig mittels einer Redox-Referenzlösung eine Kontrolle durchgeführt werden.

Eine Reinigung des Sensors ist vor jeder Kalibrierung erforderlich. Zur Reinigung können erfahrungsgemäß folgende Mittel verwendet werden:

  • Bei allgemeinen Ablagerungen: Nicht scheuernde Haushaltsreiniger
  • Bei fettigen,öligen Verschmutzungen: tensidhaltige Reiniger. (z.B. Geschirrspülmittel oder Aceton.)
  • Bei Kalkablagerungen und Metallhydroxydbelägen: verdünnte Salzsäure (10%)
  • Bei sulfidhaltigen Ablagerungen (z.B. Kläranlagenbereich): Reinigungsgemisch aus verdünnter Salzsäure (10%) und Thioharnstoff (gesättigt)
  • Bei eiweißhaltigen Medien (Messungen im Lebensmittelbereich): Reinigungsgemisch aus verdünnter Salzsäure (10%) und  Pepsin (gesättigt)

Grundsätzlich muss nach jeder Reinigung ausreichend abgespült werden.

Vor erneutem Einsatz muß der pH-Sensor ca. 2 Stunden in gesättigter KCl-Lösung gewässert werden.

Achtung!
Beim Umgang mit säurehaltigen Lösungen Schutzvorschriften beachten. Nach der Reinigung grundsätzlich alle Teile mit deionisiertem Wasser nachspülen.

Die Metalloberfläche von Redox-Sensoren können zusätzlich durch Schleifen und Polieren gereinigt werden. Sollte das seitlich angebrachte Keramikdiaphragma des Referenzsystems blockiert sein, kann dieses wie die Glasmembran und zusätzlich durch vorsichtiges Schaben mit dem Fingernagel, einer Rasierklinge oder einer feinen Feile gereinigt werden. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass die Glasmembran nicht zerkratzt wird.

Redox- und pH-Sensoren müssen senkrecht von oben angeordnet werden - mit einem max. Winkel von 80° zur Senkrechten. Waagrecht oder auf dem Kopf angeordnete Sensoren können nicht messen.

Redox- und pH-Sensoren unterliegen auch bei sachgemäßer Handhabung einer natürlichen Alterung. Je nach Einsatzzweck lässt sich eine Lebensdauer zwischen einem halben und max. drei Jahren angeben. Im Einzelfall insbesondere bei extremen Einsatzbedingungen kann die Lebensdauer auf Tage reduziert sein.